Auf dem deutschen Markt für Auszeichnungen hat Acrylglas (oft unter dem Markennamen Plexiglas® bekannt) herkömmliches Glas fast vollständig abgelöst. Es ist leichter, bruchsicherer und lässt sich mit einem CO2-Laser hervorragend „flammenpolieren“.
Ob Sie ein Hobbyist sind oder ein professionelles Gewerbe betreiben: Diese Anleitung zeigt Ihnen, wie Sie mit Ihrem OMTech CO2 laserschneider hochwertige Awards mit exzellenten Gewinnmargen herstellen.
Werkzeuge & Materialien
- Laser-Maschine:Ein OMTech Polar (55W) oder ein Modell der Maker-Serie (60W-100W).
- Material:6 mm bis 10 mm gegossenes Acrylglas (GS). (Wichtig: Nur gegossenes Acryl wird bei der Gravur frostig weiß; extrudiertes Acryl (XT) ist dafür weniger geeignet).
- Software:LightBurn (der Standard für Profis) oder RDWorks.
- Reinigung:Mikrofasertuch und ein spezieller Acrylreiniger (z. B. Burnus).
- Optional:Malerkrepp (Masking Tape) oder ein LED-Sockel aus Holz.

Schritt 1: Design und Dateivorbereitung
Öffnen Sie Ihr Grafikprogramm (wir empfehlen LightBurn).
- Form erstellen:Zeichnen Sie den Umriss des Pokals (z. B. ein Schild, ein Stern oder eine moderne geometrische Form).
- Personalisierung hinzufügen:Importieren Sie Logos und Texte. Wandeln Sie alle Schriften in „Pfade“ oder „Outlines“ um.
- Der Profi-Trick – Die Spiegelgravur:Um dem Pokal eine edle 3D-Tiefe zu verleihen, graviert man auf der Rückseite.
- Aktion:Wählen Sie Ihr Design aus und nutzen Sie die Funktion „Horizontal spiegeln“. So erscheint der Text von vorne betrachtet später richtig herum.
Schritt 2: Laser-Einstellungen für das „Frost“-Finish
Für den klassischen Look von geätztem Glas benötigen Sie eine saubere, weiße Gravur.
- Gravieren (Scannen):Hohe Geschwindigkeit / Niedrige Leistung.
- Beispielwerte (60W):Geschwindigkeit 350 mm/s, Leistung 15–18 %, 300 DPI.
- Schneiden:Niedrige Geschwindigkeit / Hohe Leistung.
- Beispielwerte (6 mm Acryl):Geschwindigkeit 8–10 mm/s, Leistung 65–70 %.
- Tipp:Stellen Sie den Air Assist beim Gravieren auf minimalen Druck (verhindert Staubablagerungen) und beim Schneiden auf hohen Druck (löscht die Flamme).
Schritt 3: Vorbereitung des Materials
- Schutzfolie nutzen:Acryl wird meist mit einer Papier- oder Kunststofffolie geliefert. Lassen Sie diese beim Schneiden unbedingt auf dem Material, um „Flashback“-Spuren (Schmauch von der Unterlage) zu vermeiden.
- Folie entfernen beim Gravieren:Wenn Sie die Rückseite spiegelverkehrt gravieren, entfernen Sie die Folie nur auf dieser Seite.
Schritt 4: Der Schneid- und Polierprozess
Legen Sie das Acrylglas auf ein Wabenbett (Honeycomb).
- Die flammenpolierte Kante:Ein CO2-Laser schmilzt das Acryl während des Schneidvorgangs. Wenn die Geschwindigkeit perfekt eingestellt ist, glättet die Hitze die Schnittkante automatisch. Sie ist direkt nach dem Laser-Vorgang glasklar und „flammenpoliert“.
- Einstichpunkte vermeiden:Nutzen Sie in LightBurn eine kleine „Anfahrt“ (Lead-in). Der Laser beginnt den Schnitt dann kurz außerhalb der Form, was unschöne Einstichpunkte am fertigen Pokal verhindert.
Schritt 5: Nachbearbeitung & Veredelung
- Reinigung:Entfernen Sie die restliche Schutzfolie. Wischen Sie den Staub mit einem Mikrofasertuch ab. Vermeiden Sie alkoholhaltige Reiniger (wie Spiritus), da diese „Spannungsrisse“ im Acryl verursachen können.
- Farbauslegung (Optional):Wenn der Kunde ein Gold- oder Silberfinish wünscht, reiben Sie Acrylfarbe oder Wachs (z. B. Gilder’s Paste) in die Gravur, solange das restliche Material noch abgeklebt ist.
- Montage:Stecken Sie das Acryl in den Sockel. Bei Bedarf sorgt ein spezieller Acrylkleber (z. B. Acrifix) für eine unsichtbare und dauerhafte Verbindung.
Die Business-Perspektive: Gewinnspanne in Deutschland
Die Herstellung individueller Trophäen ist ein hochprofitabler Service.
- Materialkosten (10 mm Acryl GS-Reststück/Platte): 5,00 € – 8,00 €
- Gesamte Produktionszeit: 12 Minuten.
- Verkaufspreis in DE:40,00 € – 75,00 € pro Stück.
Indem Sie Formen anbieten, die ein klassischer Pokalladen nicht vorrätig hat, positionieren Sie sich als Premium-Anbieter für exklusive Einzelstücke.
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