Viele Speditionen und Fuhrparks kennen das Problem: Es gibt nicht genug Fahrer. In ganz Deutschland fehlen mittlerweile mehrere zehntausend Berufskraftfahrer, weil viele erfahrene Fahrer in Rente gegangen sind und nicht genug Nachwuchs nachkommt. Wer in seinem Betrieb also gute Leute finden und auch halten will, muss einiges bieten. Ein ansprechendes Gehalt ist dabei nur ein Aspekt. Genauso wichtig sind die Bedingungen im Arbeitsalltag wie die Fahrzeuge und ihre Ausstattung oder andere Details, die den Job etwas erleichtern.

Tanken ohne Zettelwirtschaft
Das Thema Tanken ist vielen Fahrern ein kleiner Dorn im Auge, weil im Alltag oft viel Zeit verloren geht. Jeder Fahrer muss seine Quittungen normalerweise sammeln und sie dann am Monatsende einreichen. Mit einer Tankkarte für den ganzen Fuhrpark fällt dieser Papierkram allerdings weg, denn es wird direkt mit der Karte bezahlt und die Abrechnung läuft automatisch im Hintergrund. Je nach Anbieter können sich die Karten unterscheiden, zum Beispiel beim Tankstellennetz oder bei den Fahrzeugtypen, die abgedeckt werden. Deshalb sollten sich Fuhrparkleiter verschiedene Tankkarten im Vergleich ansehen, um die passende Karte für ihren Betrieb zu finden.
Weniger Stress im Arbeitsalltag
Fahrer, die oft tagelang unterwegs sind, wissen es sehr zu schätzen, wenn sie das Gefühl haben, dass ihr Arbeitgeber an ihren Arbeitsalltag gedacht hat. Deshalb sollte er neben einem fairen Lohn auch realistische Zeitpläne und verlässliche Technik für sie im Gepäck haben. Wenn Touren so geplant sind, dass Pausen in ihrem ganzen Umfang möglich sind, ist das für Fahrer im Alltag erheblich weniger Stress. Auch Dinge wie ein sauberes Fahrzeug oder gut gewartete Technik sind enorm wichtig und sorgen nicht selten für Gesprächsstoff unter den Fahrern.
Fahrzeuge, auf die Verlass ist
Ein gut gewarteter LKW oder Transporter sollte an der Tagesordnung sein, denn die regelmäßige Wartung der Fahrzeuge bedeutet für die Fahrer Sicherheit. Abgefahrene Reifen oder eine defekte Beleuchtung erhöhen unnötig das Risiko, einen Unfall zu erleiden oder zumindest in der Werkstatt zu landen. Besonders auf langen Fahrten gilt es zu vermeiden.
Arbeitszeiten realistisch planen
Enge Zeitpläne sind im Fahreralltag oft mit Frust und Stress verbunden. Wenn eine Tour von Anfang an mit einem Zeitpuffer versehen ist, kann der Fahrer den Tag wesentlich entspannter angehen. Er kommt weniger unter Zeitdruck, und zudem lassen sich die vorgeschriebenen Pausen und Ruhezeiten besser einhalten. Selbst wenn sich kurzfristig eine Änderung ergeben sollte, bringt das nicht gleich den ganzen Tagesplan durcheinander. Dafür ist dann der Puffer eingebaut. Selbst eine kleine Verspätung der Lieferung lässt sich meist unkompliziert mit einem Kunden klären. Dafür muss der Fahrer dann nicht über die Autobahn hetzen.
Verlässliche Zusagen
Für viele Fahrer gibt es eine wichtige Bedingung, die ihre Chefs unbedingt einhalten sollten: Feste Zusagen müssen eingehalten oder bei Änderung früh genug mitgeteilt werden. Wenn also eine Tour einmal kurzfristig länger dauert oder eine Heimreise nicht möglich ist, werden die Arbeitsstunden normalerweise später ausgeglichen. Der freie Tag danach ist trotzdem erst einmal weg. Aber nicht jeder Betrieb kündigt solche Änderungen frühzeitig an, damit der Fahrer umdisponieren kann. Unternehmen, die sich in dieser Hinsicht besser in ihre Fahrer hineinversetzen können, tun sich leichter, gute Leute langfristig zu halten.
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